Historisches

In ihrer über 1000jährigen Geschichte erlebte Strehla eine Vielzahl von Stadtbränden, einesteils durch kriegerische Auseinandersetzungen, andererseits waren verheerende Großfeuer durch Unachtsamkeit und Fahrlässigkeit ausgebrochen.

Hier nur einige Beispiele:

  1653 Feuersbrunst vernichtete 44 Wohnhäuser

  1667 gingen 30 Wohnhäuser, 15 Scheunen und das Rathaus in Flammen auf

  1702 verloren 55 Familien Hab und Gut

  1730 Großfeuer am Markt, Badergasse eingeäschert

  1752 Feuer am Scheunenberg, durch Funkenflug wurden 63 Wohnhäuser zerstört

  1805 erneuter Großbrand in der Badergasse

Um weiteren Katastrophen vorzubeugen, erließ die Schloßherrschaft folgende Anordnung:

"Ordenung in Feiers Nötten"

Es hieß dort u. a.:

"Feuer soll beschrien werden. Zudem soll ein jeder Bürger das Feuer, das bei ihm ausbricht, auf keinen Fall verbergen sondern mit Rufen und Schreien kundtun. Desgleichen auch alsbald Sturmläuten lassen. Der Schulmeister oder der Kantor, die die Kirchenschlüssel in Verwahrung haben, sollen so lange zum Sturm läuten lassen, bis das Feuer eingedämmt worden ist..."

Nach der Ablösung des Feudalismus wurde mit vielen alten Traditionen gebrochen. Jetzt war es möglich, die Vorstellungen der Bürger zum Nutzen der Allgemeinheit zu verwirklichen. 18 junge Männer folgten der am 10.01.1867 herausgegebenen Einladung der Herren J. Wollmann, A. Hempel, K. Kirsten und M. Schneider zur Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr Strehla.

Am 12.01.1867 erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Strehla.

Stationen nach der Gründung:

  1930 Pflichtfeuerwehr -> alle arbeitslosen jungen Männer hatten an der Brandbekämpfung teilzunehmen

  1934 Kontrolle der Fw durch die Ortsgruppe der NSDAP

  ab 1940 gab es nachbarschaftliche Löschhilfen

  im Rahmen der Kriegsvorbereitungen Zusammenarbeit mit den Luftschutzkräften

  ab 1943 bis Kriegsende gab es eine Frauengruppe (Männermangel)

Nach Kriegsende begann wie überall ein Neuaufbau der Feuerwehr.